Was hat die Anzahl der Prozesse denn mit der Leistung zu tun?
Optimalerweise sollte ein Betriebssystem seine Aufgaben in so viele Teilprozesse unterteilen wie möglich.

Während in XP zum Beispiel 3 Aufgaben innerhalb eines Prozesses ablaufen hat Vista eben 3 kleinere Prozesse der jeweils nur für eine Aufgabe zuständig sind.

Wenn man jetzt also nur die Funktionalität einer einzelnen Sache benötigt läuft bei XP immer der Riesen-Prozess im Hintergrund, während sich bei Vista die ungenutzten 2 Prozesse deaktivieren lassen, die man nciht benötigt.

Das Ganze ist auch vorteilhafter bei Multi-Core CPUs. Es ist also nichts Schlimmes, wenn man 90 Prozesse laufen hat.

Auch der "Speicherverbrauch" ist nicht so hoch wie es scheint. Der Taskmanager zeigt nur an wie viel Speicher Vista den Anwendungen zugeteilt hat.
Das heißt nicht, dass die Anwendungen den wirklich benötigen. Sollte man ein Programm starten, dass wirklich viel Speicher benötigt, dann entzieht Vista den anderen Programmen wieder den Speicher, den sie nicht benötigen.

Bsp Firefox:
Der braucht keine 100+ MB um zu Laufen. Er bekommt zwar mehr zugewiesen, wenn Speicher vorhanden ist und er ihn gut zum Puffern von Webseiten gebrauchen kann, aber er wird ihm genau so schnell wieder weggenommen, wenn andere Anwendungen den Speicher benötigen.

Wegen der 1 GB Ram Reservierung würde ich mir also auch keine Sorgen machen.


PS:
Bei mir sind's im Übrigen auch genau 1 GB im Moment bei 90 Prozessen.

PPS:
Noch was zum svchost. Damit werden unterschiedliche Programmfunktionalitäten aus DLLs ausgeführt, die keine eigene exe Datei haben. Deswegen tragen die keinen Namen sondern heißen alle svchost.
Es kann gut sein, dass damit auch Anwendungen ausgeführt werden, die 100 MB reservieren. Das muss also nichts heißen.