Nun, da Depressionen durch eine Stoffwechselerkrankung im Gehirn hervorgerufen werden, sind sie mit Antidepressiva durchaus behandelbar.
Das Problem ist, bei etwa der Hälfte aller depressiven, mit Antidepressiva behandelten Patienten schlägt das Medikament gar nicht an, und lösen tut es die eigentlichen Probleme die dahinter stecken meist auch nicht. Es hemmt die Stärke der Depression lediglich ein wenig.
Ich war selber für 2 Monate in Behandlung bzw. 'Entzug'. Ursache: Drogenkonsum, persönliche Schicksalsschläge (unglücklich verliebt, Tod meines Großvaters, Tod eines Freundes, Stress mit der Familie & extrem anspruchslose, monotone Arbeit). Hatte quasi sämtliches Serotonin und Noradrenalin bereits verballert...
Äusserte sich bei mir in einer verzerrten Wahrnehmung der Umgebung (leichte Psychose, aufgrund der Drogen), leichte Reizbarkeit und ständige Selbstmordgedanken. Auf der Arbeit bin ich dann mal irgendwann heulend und schluchzend 'zusammengebrochen', hab aus Wut meinen Spind zu Klump gehaun, bin heim, hab meine Kündigung verfasst und hab sie (mit noch blutiger Hand) der Personalchefin auf'n Tisch geknallt. Naja, soviel zu rationalem Denken bei Depressiven...
Was auf jeden Fall hilft:
- Sport
- vernachlässigte Kontakte zu Freunden wieder einpflegen
- weniger Internet und Spiele
- Antidepressiva (hey, keine Lösung, aber wenn sie bei dir anschlagen, dann solltest sie auf keinen Fall verschmähen)






Zitieren

