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Thema: Wissenschaft vs. Bibel

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  1. #1
    Professional Avatar von Affenzahn375
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    Könntest du diese Aussage begründen?
    Ein "echter" Agnostiker räumt der Existenz eines Gottes übrigens weiterhin eine 50% Chance ein.
    Ist das das Gelbe vom Ei?

  2. #2
    Professional Avatar von HunT
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    Zitat Zitat von Affenzahn375 Beitrag anzeigen
    Könntest du diese Aussage begründen?
    Ein "echter" Agnostiker räumt der Existenz eines Gottes übrigens weiterhin eine 50% Chance ein.
    Ist das das Gelbe vom Ei?
    Es gibt keinen "echten" Agnostiker. Er glaubt nicht an eine personifizierte Gottheit, jedoch schließt er eine transzendente Macht/Energieform/Was-auch-immer nicht vollständig aus (wer weiß, vielleicht ist ja garnicht so transzendent, wie man glaubt). Er ist genauso an der Wissenschaft interessiert wie es auch ein Atheist ist. Jedoch betrachtet der Agnostiker die Wissenschaft aus einem anderen Blickwinkel. Er sagt, dass wir (noch) nicht wissen können, ob es einen Gott gibt. Ihn auszuschließen wäre nicht weniger arrogant und selbstgerecht, denn Wahrscheinlichkeiten sind in der Frage nach einem Gott für einen Agnostiker irrelevant, er braucht Beweise! Solange die nicht da sind, können wir Stochastik bis ins Morgenland betreiben. Wissenschaft ist kein Atheismus, es ist der Atheismus, der sich Wissenschaft zu seinem alleinigen Instrument machen will und genau da liegt das Problem und der Konflikt.

    Und wenn hier noch ein einziges Wort über Feen, Trolle und fliegende Spaghetimonster oder ähnliches auftaucht, ist die Diskussion hier wieder vorbei, bevor sie wieder angefangen hat. In keiner seriösen und fachlichen Diskussion habe ich jemals diese Worte gehört, wohl aus gutem Grund.
    "Mit dem Wort 'Zufall' gibt der Mensch nur seiner Unwissenheit Ausdruck."
    (Laplace, frz. Astronom u. Mathematiker, 1749-1827)

  3. #3
    Professional Avatar von ScoR
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    Zitat Zitat von HunT Beitrag anzeigen
    Es gibt keinen "echten" Agnostiker. Er glaubt nicht an eine personifizierte Gottheit, jedoch schließt er eine transzendente Macht/Energieform/Was-auch-immer nicht vollständig aus (wer weiß, vielleicht ist ja garnicht so transzendent, wie man glaubt). Er ist genauso an der Wissenschaft interessiert wie es auch ein Atheist ist. Jedoch betrachtet der Agnostiker die Wissenschaft aus einem anderen Blickwinkel. Er sagt, dass wir (noch) nicht wissen können, ob es einen Gott gibt. Ihn auszuschließen wäre nicht weniger arrogant und selbstgerecht, denn Wahrscheinlichkeiten sind in der Frage nach einem Gott für einen Agnostiker irrelevant, er braucht Beweise! Solange die nicht da sind, können wir Stochastik bis ins Morgenland betreiben. Wissenschaft ist kein Atheismus, es ist der Atheismus, der sich Wissenschaft zu seinem alleinigen Instrument machen will und genau da liegt das Problem und der Konflikt.

    Und wenn hier noch ein einziges Wort über Feen, Trolle und fliegende Spaghetimonster auftaucht, ist die Diskussion hier wieder vorbei, bevor sie wieder angefangen hat. In keiner seriösen und fachlichen Diskussion habe ich jemals diese Worte gehört, wohl aus gutem Grund.
    Feen, Trolle und fliegende Spaghetimonster
    Irony is for losers.


  4. #4
    Professional Avatar von HunT
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    Zitat Zitat von ScoR Beitrag anzeigen
    Feen, Trolle und fliegende Spaghetimonster
    Adios, Amigos.
    "Mit dem Wort 'Zufall' gibt der Mensch nur seiner Unwissenheit Ausdruck."
    (Laplace, frz. Astronom u. Mathematiker, 1749-1827)

  5. #5
    Professional Avatar von Affenzahn375
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    Zitat Zitat von HunT Beitrag anzeigen
    Es gibt keinen "echten" Agnostiker. Er glaubt nicht an eine personifizierte Gottheit, jedoch schließt er eine transzendente Macht/Energieform/Was-auch-immer nicht vollständig aus (wer weiß, vielleicht ist ja garnicht so transzendent, wie man glaubt). Er ist genauso an der Wissenschaft interessiert wie es auch ein Atheist ist. Jedoch betrachtet der Agnostiker die Wissenschaft aus einem anderen Blickwinkel. Er sagt, dass wir (noch) nicht wissen können, ob es einen Gott gibt. Ihn auszuschließen wäre nicht weniger arrogant und selbstgerecht, denn Wahrscheinlichkeiten sind in der Frage nach einem Gott für einen Agnostiker irrelevant, er braucht Beweise! Solange die nicht da sind, können wir Stochastik bis ins Morgenland betreiben. Wissenschaft ist kein Atheismus, es ist der Atheismus, der sich Wissenschaft zu seinem alleinigen Instrument machen will und genau da liegt das Problem und der Konflikt.

    Und wenn hier noch ein einziges Wort über Feen, Trolle und fliegende Spaghetimonster oder ähnliches auftaucht, ist die Diskussion hier wieder vorbei, bevor sie wieder angefangen hat. In keiner seriösen und fachlichen Diskussion habe ich jemals diese Worte gehört, wohl aus gutem Grund.
    Die wenigsten Atheisten behaupten, zu wissen, dass keine übernatürliche Macht existiert.
    Dies wäre irrational und arrogant, da hast du Recht.
    Aber dieses wiederkehrende Beweis-Argument... langsam nervt es mich.
    Ich kann mich nur wiederholen: Für Hypothesen. Braucht. Man. Keine. Gegenbeweise.
    Die Nichtexistenz von etwas zu beweisen ist oftmals schlichtweg unmöglich.
    Genau darum geht es beim fliegenden Spaghetti******* ja. Niemand kann seine Nichtexistenz beweisen, was es jedoch nicht realer macht.
    Sobald es jedoch um Gott (oder andere "Mächte") geht zählt dies auf einmal als Totschlagargument.
    Es tut mir ja Leid, dass ich auf dermassen kindliche Beispiele zurückgreifen muss,
    aber mir laufen dauernd Leute über den Weg, die keinen Schimmer haben, was eine Hypothese ist.

    Atheismus und Agnostizismus.
    Wovon wir hier sprechen ist agnostischer Atheismus. Nicht an einen Gott glauben, aber es nicht wissen.
    Ein Agnostiker hat hingegen keinen blassen Dunst, was er glauben soll, also die bequeme Haltung ohne Meinung.

    Und zu guter Letzt.
    Atheisten versuchen nicht die Wissenschaft zu "ihrem" Werkzeug zu machen,
    sie versuchen lediglich die Religion rauszuhalten, denn Irrationalität hat in der Wissenschaft NICHTS zu suchen.


    Zitat Zitat von ScoR Beitrag anzeigen
    Feen, Trolle und fliegende Spaghetimonster

  6. #6
    Semi Pro Avatar von suiheisen
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    Ich verstehe ehrlich gesagt diese ganzen Aufteilungen vom Glauben nicht. Um eine Antwort zu finden brauch man doch nur, so weit es uns möglich ist, in die Vergangenheit zurück schauen. Sowie wir Menschen für alles einen Namen erfunden haben so ist doch jede imaginäre Existenz von irgendeinem Gott genau so eine Erfindung. Wenn man wie einige hier der Meinung ist, ich glaube erst wenn ich richtige Fakten bekomme und keine Thesen, dann sollte man doch vielleicht erstmal versuchen zu verstehen warum Menschen überhaupt an etwas glauben.
    Ich verstehs irgendwie nicht was diese Aufteilung überhaupt soll.
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    meine website: intelligent-gaming
    Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein.

  7. #7
    VIP Avatar von Pat21
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    Zitat Zitat von suiheisen
    ..., dann sollte man doch vielleicht erstmal versuchen zu verstehen warum Menschen überhaupt an etwas glauben....
    Zum einen glauben Menschen an bestimme Sachen, da es einigen Hoffnung gibt. So ist das auch mit dem Glauben an Gott.

    Beweise dafür wirst du leider wohl nie bekommen, dennoch wirst du Gott auch nie widerlegen können, da der Mensch immer wieder auf Fragen stößt (wie du bereits erwähnt hast: "...so weit es uns möglich ist,..."), auf die er keine Gründe finden kann. (Beispiel Urknall, warum gab es diesen ?) und da bietet sich so eine transzendete Macht einfach für manch einen Menschen als Grund an. Thomas von Aquin hat das schön beschrieben.

    • Weltdinge hängen ab von Wirkursachen. (Eine Selbstverursachung ist nicht möglich, da dann etwas früher als es selbst existierte - was ein Widerspruch ist.)
    • Diese Wirkursachen hängen ab entweder von weiteren Wirkursachen, die immer wieder von anderen Ursachen bewirkt sind, d.h. von einer endlosen Kette (regressus in infinitum) (dies ist aber nicht möglich, da die innerweltliche Kette dann "in der Luft hinge", also ohne Ursache wäre) oder von einer allerersten (außerweltlichen) Ursache, die selbst nicht von etwas anderem bewirkt ist.
    • Also hängen die Weltdinge von einer allerersten Ursache ab. Diese Ursache nennt man Gott.

  8. #8
    Erfahrener User Avatar von Mafiaaffe
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    Zitat Zitat von HunT Beitrag anzeigen
    Es gibt keinen "echten" Agnostiker. Er glaubt nicht an eine personifizierte Gottheit, jedoch schließt er eine transzendente Macht/Energieform/Was-auch-immer nicht vollständig aus (wer weiß, vielleicht ist ja garnicht so transzendent, wie man glaubt). Er ist genauso an der Wissenschaft interessiert wie es auch ein Atheist ist. Jedoch betrachtet der Agnostiker die Wissenschaft aus einem anderen Blickwinkel. Er sagt, dass wir (noch) nicht wissen können, ob es einen Gott gibt. Ihn auszuschließen wäre nicht weniger arrogant und selbstgerecht, denn Wahrscheinlichkeiten sind in der Frage nach einem Gott für einen Agnostiker irrelevant, er braucht Beweise!
    Atheist :O

    Wenn du nicht an eine Gottheit glaubst bis du Atheist, egal wie hoch oder niedrig du die Wahrscheinlichkeit einschätzt (oder ob du sie überhaupt einschätzt) und unabhängig davon aus welchem Blickwinkel du die Wissenschaft siehts.

    Zitat Zitat von Pat21 Beitrag anzeigen
    Weltdinge hängen ab von Wirkursachen. (Eine Selbstverursachung ist nicht möglich, da dann etwas früher als es selbst existierte - was ein Widerspruch ist.)
    "Weil es ein Gesetz wie das der Schwerkraft gibt, kann und wird sich ein Universum selber aus dem Nichts erschaffen." - Stephen Hawkings

    Zitat Zitat von Pat21 Beitrag anzeigen
    Diese Ursache nennt man Gott.
    Selbst wenn wir dir jeden einzelnen Punkt auf der Liste gewähren und wir dir zusätzlich noch zugestehen, dass es sich um eine übernatürliche Ursache handeln muss, können wir sie genauso gut das "Fliegende Spaghetti Monster" oder das "Magische Weltraum Muffin" nennen.
    "God is an ever-receding pocket of scientific ignorance." - Neil DeGrasse Tyson

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