Isaac Clarke gruselt sich zu Beginn noch in gewohnt dunklen Raumschiffgängen, wird später aber auf einem Eisplaneten endgültig zum Action-Rambo. Daran ändern auch vereinzelte Minirätsel nichts. Als reiner Shooter ohne düstere Atmosphäre kann Dead Space 3 nicht überzeugen. Dafür ist Isaac in Kämpfen zu ungelenk und es fehlt ein intuitives Deckungssystem. Linear verlaufende Level und leicht durchschaubare Gegner-K.I. machen das Geschehen zuweilen langweilig. Zumindest bis wieder ein gescriptetes Ereignis oder ein riesiger Endgegner auftaucht. Dann hat auch Dead Space 3 seine spektakulären Momente.
Im neuen Online-Koop-Modus wird Isaac von John Carver begleitet. Dass die Spieler im Duo noch mehr Gegner in den Weg gestellt bekommen, senkt den ohnehin schon niedrigen Gruselfaktor noch weiter. Ein standesgemäßes Finale der bis dahin tollen Dead-Space-Serie ist der dritte Teil nicht geworden. Die actionlastigere Ausrichtung dürfte vielen Fans kaum zusagen, die Genrebezeichnung Survival-Horror passt nur noch in Ansätzen. Für Fans ist Dead Space 3 trotzdem interessant, wenn sie unbedingt die letzten Geheimnisse der bedrohlichen Marker lüften wollen.