Ich gucke gerade "Shingeki no Kyojin" (Airing, immer Sonntags).
Obwohl ich, wie bereits erwähnt, kein großer Anime/Mangafan oder dergleichen bin, hab ich einfach aufgrund einer Empfehlung mein Glück versucht. Irgendwie muss man die Zeit bis Breaking Bad ja überwinden.

Zusammenfassung: Fucked-up.
Diese Glubschaugen und riesige Grimassen-Kultur geht mir auf den Senkel, weshalb ein eher "westlich" orientierter Stil schon ein muss ist. Der wird vollkommen erfüllt:
Man befindet sich in einem Mittelalter-Szenario mit sehr, seehr dezenten Steampunk-Einflüssen. Die Menschen stehen am Rande ihrer Existenz. Warum? Riesen. Klingt langweilig, dachte ich mir auch. Aber der Hype muss ja seine Gründe haben, selbst den Trailer fand ich nicht besonders spannend.
Weiter im Text: Menschheit wurde beinahe durch Riesen unbekannter Herkunft ausgerottet, konnte sich jedoch in einer riesigen Stadt hinter 50 Meter hohen Mauern abschotten. Das Wort "Stadt" ist eigentlich fehl am Platz, da diese Mauern ein unglaublich riesiges Gebiet abdecken- wie sie erbaut wurden, weiß niemand und Fragen werden stasimäßig zensiert.
Was diese Serie so besonders macht, ist die Weise, wie sie Emotionen vermittelt- obwohl die Riesen so wirken, als würde die örtliche Klapsmühle ein Nudistenausflug machen,
Spoiler ohay:

ist gerade der eigenartige Zeichenstil der Riesen ein Angstfaktor- menschlich, emotionslos, aber dennoch grinsend und einfach eiskalt. Und achja, sie fressen Menschen.
Die Story beginnt mit der typischen Charaktereinführung des/der Protagonisten im Kindesalter, bevor der ganze Schlamassel losgeht. Und die Autoren scheren sich nicht besonders darum, gute Gefühle zu verbreiten- auch wenn der gesamte Verlauf scheinbar immer heroisch ist. Ein Schlag ins Gesicht, Episode für Episode.

http://www.youtube.com/watch?v=v7sVsQlfDf0

Wer nichts zu schauen hat, dem kann ich es auf jeden Fall empfehlen. Werde jetzt ab und zu ein paar Serien vorstellen, da ich eine ziemlich zuverlässige Person gefunden habe, die in dem Bereich genau meinen Geschmack trifft