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Thema: Drakes Legacy - Crysis go Pirates

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Semi Pro Avatar von Wedori
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    Hallo,

    ja, also passen vom Stil her würden die ersten beiden gut. Also die "Southampton 1757" und die "Sphynx 1774". Die beiden wären schon eine schöne Sache.

    Die Pläne der Surprise aus dem Buch von Lavery kannst Du ruhig nehmen, es ist ja die rekonstruierte. Ich habe in Vorbereitung auf das Projekt damals sehr viel Geld in Bücher investiert, es könnte jetzt nützlich sein wenn Du das Original nicht hast.

    Ich könnte auch mit Wissen aus folgenden Büchern dienen:

    - The Arming and Fitting of English Ships of War 1600-1815 (Eines der besten Bücher über britische Marine inkl. Bewaffnung usw.) (Lavery)
    - The Anatomy of Nelsons Ships (top Buch über Konstruktion englischer Schiffe) (Longridge)
    - First Rate (Die Geschichte englischer 1st Rates. Sehr interessant sind die bautechnischen Veränderungen über die Jahrhunderte) (Winfield)
    - The 74 Gun Ship (Quasi die Bibel der Französische Schiffe (Habe Band 1 bis 3). Es kaum detailierter und exakter) (Ancre).
    - Architectura Navalis (Eine Plansatzsammlung mit teils schönen Rissen für Modelle englischer Bauart) (Chapman)
    - The Frigate Surprise (Sehr gutes Buch über die Surprise. Beinhaltet die Film-Surprise, die Surprise auf Basis des Buches und die rekonstruierte originale französische Le Unite. Plansätze usw. von der rekonstruierten Surprise auf Basis der Le Unite inkl. aller Beibootpläne enthalten) (Lavery)
    - Nelsons Ships (Buch über alle Schiffe auf denen Nelson gedient hat. Nutzen eher fraglich. Risse schlecht aufgelöst (teilweise) aber teils gut illustriert (Bilder sind immer gut um sich Dinge vorzustellen) und interessant) (Godwin)
    - The Anatomy of the Ship, The 100 Gun Ship Victory (habe ich wenig rein gesehen weil die ersten beiden Bücher eigentlich alles abdecken. Interessant ist der Blick wenn man bestimmte Details sucht (z.B. die genaue Knie-Anatomy oder andere Elemente aus der Innenkonstruktion.) (McKay)
    - Fighting Ships 1750-1850 (Schönes und sehr großes Buch mit wahnsinnig vielen Gemälden. Sehr insprirativ und lohnenswert wenn man Eindrücke in die damalige Zeit bekommen möchte.) (Sam Willis)

    - British Napoleonic Ship of the Line (eher uninteressant, nichts was man nicht aus den oberen Büchern kennt) (Osprey)

    Und jetzt kommts denn das Buch ist ein echter Gehheimtipp um alles zu verstehen was mit so einem Schiff zu tun hat:
    - Historische Schiffsmodelle von Wolfram zu Mondfeld
    Enthällt viele Skizzen, Risse und Erklärungen. Da ist wirklich ALLES erklärt. Herr von Mondfeld hat zwar ein Modellbaubuch geschrieben aber es behandelt natürlich alle Originalteile eines Schiffes. Da kann man wirklich wahnsinnig viel Scannen und hat teils top Vorlagen für die ganzen Kleinteile bis hin zu allem Anderen. Dieses Buch ist wirklich sehr nützlich.



    EDIT 1:
    Kanonenkompendium:
    QUELLE: Internet und "The Arming and Fitting of English Ships of War 1600-1815", wiedergegeben und neu zusammengestellt in eigenen Worten wegen Copyrights


    Die Einteilung der „Pfünder“ geht zurück auf die Etablishments nach Cromwell zu Zeiten Elisabeths. Frühere bzw. beibehaltene Normalnamen von Kalibern stehen in Klammern hinter den Pfünder-Kalibern.

    42 Pfünder
    So gut wie immer Bronze, selten Eisen.
    Gab es nur in zwei Längen:
    10ft und 9ft 6in
    Eisen 65cwt, Bronze 54 – 62 cwt

    32 Pfünder
    An Land bis 12ft
    Zuerst auf 3rd Rates um 1650 bis 1703. 1703 ersetzt durch 24 Pfünder
    Ab 1670 auf 3 Deckern 2nd Rates
    Ab 1716 Standardkanone auf allen 80 Kanonen oder größer Schiffen
    1740-1778 immer größere Verbreitung auf verschiedenen Schiffstypen
    Ab 1778 Langsamer Ersatz der 42ger auf 1st Rates
    Wahrscheinlich bis 1655 aus Bronze, danach auf Grund immer größerer Popularität auf 3rd Rates aus Eisen.
    Erste Order 1653. 8ft 6in, 1655 Order 8ft 9in (53-55cwt)
    Ab 1677 Etablishement 9ft 6in
    Ab 1703 Etablishement 2 Typen, 9ft 6in (53cwt) und 10ft (55cwt)
    Ab 1782 Etablishement Gewichtsänderung: 9ft 6in (55cwt) und 10ft (58cwt)


    24 Pfünder
    In der englischen Navy gab es drei Längen der 24 Pfünder: 10ft, 9ft 6in, 9ft.
    Auf Grund der Gewichtszuname über die Jahre wurden die Kanonen „dicker“:
    Die 10ft wog 1679 noch 45cwt, 1716 dann 51 cwt, 1800 wog sie 52cwt.
    Die 9ft wuchs etwas mehr. 1679 wog sie 38cwt und zwischen 1761 und 1800 dann 47cwt.
    Dieses Kaliber gab es ausschließlich in Eisen und wurde nur sehr wenig in Bronze für das Mitteldeck einiger 1st Rates hergestellt.

    War die größte erbeutete Kanone der Holländer nach 1652 und kam mit den Engländern im Holländischen Krieg 1652-1654 in Kontakt.
    Bis 1664 gab es in der englischen Navy lediglich 16 Stück dieser Kanonen. Alle auf der Holländischen Prise „Matthias“.
    Im zweiten Holländischen Krieg 1664-1667 wurden noch weitere Schiffe und Kanonen erbeutet, so das England keinen Bedarf hatte dieses Kaliber in großen Mengen herzustellen. Bis 1666 wurden lediglich 46 Stück davon in England gegossen.
    1666 waren viele bzw. die meisten 5th Rate Schiffe (darunter auch die „Matthias“) (50 bis 54 Kanonen) mit 24 Pfündern ausgestattet.
    Im 1677 Etablishement wurde diesem Kaliber ein größerer Gebrauch ausgeweitet. Zurückzuführen wahrscheinlich auf die Prisen und damit Erbeutung Holländischer Schiffe. Fast alle englischen Schiffe der großen 4th Rate (54 Kanonen) und 3rd Rate (60 bis 64 Kanonen) waren damit ausgestattet.
    Auf Grund zahlreicher Neuerungen im Schiffbau und der Einführung neuer Klassen, verloren diese beiden Klassen zwischen 1660 und 1690 an Bedeutung in der englischen Navy, so das keine weiteren 24 Pfünder hergestellt wurden.
    1685 gab es in der Navy 347 Kanonen dieses Typs, wovon sich 346 auf Schiffen befanden.
    Diese Situation änderte sich erst nach 1690, als man einen Typ für die neue Klasse der 60 Kanonen Schiffe für die unteren Decks gesucht hat.
    Im selben Zeitraum, bis ca. 1703 wurde sie z.B. auf 1st Rates zur Zweitwaffe im Einsatz auf dem Mitteldeck (z.B. auf der „Britannia“).
    Ab 1703 ging man dazu über in allen 3rd Rates die 32 Pfünder auf den unteren Decks gegen die 24 Pfünder auszutauschen.
    Ab 1716 wurde dieses Kaliber auf allen 60 und 70 Kanonen Schiffen auf den unteren Decks und bei allen 1st Rates auf dem Mitteldeck eingesetzt.
    Ab 1743 war das Kaliber Hauptbewaffnung auf allen 64 Kanonen Schiffen und das zweitgrößte Kaliber auf allen 1st Rates und 74 und 80 Kanonen Schiffen.



    18 Pfünder (auch „Culverin“ genannt)
    Das Kaliber gab es in einer Vielzahl unterschiedlicher Längen. Dokumentiert sind beispielsweise 8ft 1653 und 11ft im Jahr 1698. Die Vielzahl der Kanonen hatten allerdings analog der aktuellen Etablishments zwischen 8ft 6in und 10ft Länge und wogen zwischen 30 und 47cwt.
    Im 18. Jhd. wurden in der englischen Navy dann 2 Längen Standard: Die 9ft 6in mit einem Gewicht von 41 oder 42cwt und 9ft mit einem Gewicht von 39 bis 42cwt.
    Ab 1780 wurden die Gewichte für die kleineren Fregatten allerdings abgespeckt und betrugen dann nur noch 37 bis 38cwt.
    Die 18 Pfünder wurden bis ins 17.Jhd ausschließlich aus Bronze gefertigt. Ab 1625 wurden sie dann aber langsam durch Eisenkanonen ersetzt. 1660 waren allerdings 30% aller Kanonen dieses Kaliber noch immer aus Bronze.
    Es ist fraglich ob ab 1716 noch Bronzekanonen in Schiffen eingesetzt wurden, da sie laut Etablishment auch kein Bestandteil von 1st Rates mehr waren.
    Die 18 Pfünder Kanone war die bis ins 17. Jhd. Am weitesten verbreite Schiffskanone in der englischen Navy. Im Jahr 1603 betrug ihr Anteil ca. 25% aller Schiffskanonen, 1660-61 ca. 16% und 1685 ca. 16%.
    Bis 1650 war dieses Kaliber die Hauptbewaffnung der meisten Mitteldecks bei Dreideckern, auf dem Oberdeck bei großen 3rd Rates und als Hauptbewaffnung der meisten 4th Rates.
    Ab 1703 wurde dieses Kaliber durch 24 Pfünder auf dem Oberdeck von 70 Kanonen Schiffen und ab 1716 auf den Mitteldecks der Dreidecker ersetzt. Ab 1743 wurde sie auch auf den neuen 64 Kanonen Schiffen auf dem Oberdeck ersetzt und ab 1755 auf den neuen 74 Kanonen Schiffen.
    Ab 1780 übernahm das Kaliber deutlich mehr Rollen in der englischen Navy. So wurde sie beispielsweise ab 1780 die Hauptbewaffnung der großen 38 Kanonen Fregatten und ab 1790 die der neuen 32 Kanonen Fregatten.


    Die 12 Pfünder
    Die originalen dänischen 12 Pfünder waren relativ lang. Es gab viele unterschiedliche Längen zwischen 9 und 10ft Länge.
    Die 8ft 6in langen 12 Pfünder kamen erst 1743 auf den oberen Decks der 50 Kanonen Schiffe zum Einsatz.
    Die 12 Pfünder für die neuen Fregatten ab 1750 waren dann deutlich kürzer, 7ft 6in bei 28 ½ cwt.
    Die letzte jemals produzierte Länge der 12 Pfünder wurde erst Ende des 19.Jh. gegossen. Diese war nur noch 7ft lang.
    Die 12 Pfünder waren fast nahezu alle aus Eisen, es gibt nur wenige Unterlagen über bronzene Exemplare auf 1st Rates in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts (1700 bis 1750).
    Die 12 Pfünder waren ursprünglich, genau wie die 24 Pfünder, in der holländischen Marine in Verwendung und bis 1650 populärer als diese. Von den 12 Pfündern gab es aus dem ersten holländischen Krieg auch mehr erbeutete in der englischen Marine. In England wurden in diesem 17. Jh nachweislich keine 12 Pfünder produziert, es befanden sich aber 1664 laut Unterlagen 202 auf Schiffen und 260 eingelagert.
    In der englischen Marine wurde das Kaliber zunächst auf den holländischen Prisen verwendet und auf eigenen Schiffen bis 1666 auf dem oberen Deck bei 3rd Rates.
    Ab 1677 wurden die 12 Pfünder auch auf den neuen 70 Kanonen Schiffen der Engländer auf den oberen Decks verwendet. Ausgerüstete ältere 3rd Rates haben bestehende Bestückungen behalten.
    Die erbeutete Menge dieses Kalibers betrug 1685 bereits ca. 1000 Stück. Um die eingelagerten Bestände zu reduzieren wurde das Kaliber auch auf neuen 1st, 2nd und 4th Rates eingesetzt.
    Im 18. Jahrhundert, zwischen 1703 und 1716 wurde das Kaliber auch auf den mittleren Decks von 80 Kanonen Schiffen und auf den unteren Decks der 4th Rate - 50 Kanonen Schiffen verwendet.
    Auf den oberen Decks von 3-Deckern wurde die Verwendung ebenfalls ausgeweitet. So trugen fast alle 1st und 2nd Rates 12 Pfünder.
    Ab 1750 wurden die 12 Pfünder Hauptbewaffnung der neuen 32- und 36 Kanonen Fregatten, bis diese Schiffe zwischen 1780 und 1790 durch größere ersetzt wurden.


    Die 9 Pfünder (auch „Demi-Culverin“ genannt)
    War das am meisten verwendete Kaliber in der britischen Marine, wobei sich die Verwendung ab Elisabeths Ära bis Ende des 18. Jahrhunderts erstreckt.
    Eine Festlegung der im Einsatz gewesenen Längen ist daher recht schwierig. Es sind Längen von 5ft bis 10 ½ ft dokumentiert, wobei Längen kürzer 6ft und länger 10ft sehr selten waren.
    Laut den Unterlagen von 1679 befanden sich 9 verschiedene Längen dieses Kalibers aktuell im Bestand. 1698 waren es noch 7.
    Zu Ordnung dieses „Chaos“ sah das 1703 Etablishment nur noch 2 verschiedene Länge vor: 8ft und 9ft Länge.
    Nach ihrem Revival waren wieder unterschiedliche Längen des Kalibers notwendig. 1761 werden aktuell wieder 5 verschiedene Längen geführt. Diese reichen von 7ft (23cwt) (Hauptbewaffnung von 6th Rates) bis 9ft (26cwt) (Obere Decks 80 Kanonen Schiffe).
    1782 wurde noch eine weitere Länge hinzugefügt: 9ft 6in.
    Ebenso wie die Länge, differierte auch das Gewicht. 1679 wog eine 5ft Länge beispielsweise 11cwt und eine 10ft Länge 36cwt.
    Wurde bis 1625 aus Bronze gefertigt und danach langsam durch Eisen ersetzt.
    1660 waren noch ca. 20% aller 9 Pfünder aus Bronze.
    Dieses Kaliber war in der Elisabethanischen Navy das favorisierte Kaliber. Ca. 300 Stück (ca. 30%) der Gesamtstückzahl befanden sich nach den Unterlagen 1603 in Wartung.
    Der Gebrauch des Kaliber stieg im 17. Jahrhundert nicht merklich an und schwächte sich auch neuen Schiffen durch die neuen 12 Pfündern gegen Ende des Jahrhunderts schnell ab. Ab 1685 bestand kein weiteres Interesse mehr an der Produktion dieses Kalibers. 1820 Stück waren zu diesem Zeitpunkt im Bestand, davon 1385 auf Schiffen.
    In der ersten Hälfte des 18.Jh. (1700-1750), wurde dieses Kaliber als bestehende Bewaffnung auf den oberen Decks der 50, 60, 90 und 100 Schiffe und als Hauptbewaffnung von 30 Kanonen Schiffen behalten.
    Ab 1743 wurden die 9 Pfünder in großem Maß auf den oberen Decks der Dreidecker gegen 12 Pfünder ersetzt.
    Die 9 Pfünder wurden Hauptbewaffnung der 24 Kanonen Schiffe und zweite Bewaffnung der 44 Kanonen Schiffe.
    Nach 1750 wurde das Kaliber für den Forecastle- und Quarterdeckeinsatz auf 64- und 74 Kanonen Schiffen und als Hauptbewaffnung der kleinen bis 28 Kanonen Fregatten wieder interessanter.
    Gegen Ende des 18. Jh (um 1790 und später) wurde diese Bewaffnung gegen die neuen Karronaden ersetzt.


    Die 8 Pfünder
    Auf Grund der Erbeutung holländischer Exemplare und der niemals in England statt gefundenen Produktion, gibt es kaum genaue Aussagen über die Längen. Es ist lediglich bekannt das die im Einsatz befindlichen Kanonen zwischen 7 und 8ft lang waren und ein Gewicht von 19 bis 21cwt hatten.
    Dieses Kaliber ist ebenfalls durch die holländischen Kriege mit England in Kontakt gekommen aber anders als die 24, 12 und 9 Pfünder fand es kaum Beachtung. Gründe dafür waren unter anderem die Auswahl der anderen Kaliber und die Nähe zur 9 Pfünder.
    Laut Unterlagen befanden sich 1664 von diesem Kaliber 254 im Bestand, 166 davon waren auf dänischen Prisen in Verwendung.
    1685 befanden sich 424 im Bestand, davon 282 auf Schiffen.
    Ausgerüstet mit diesem Kaliber waren kleinere 4th Rates und einige 5th Rates.
    Einige wenige Kanonen dieses Kalibers schafften es in das 18. Jh. und wurden bis 1720 auf den oberen Decks von 80 Kanonen Schiffen verwendet. Danach wurden diese dort durch 6 Pfünder ersetzt.


    Die 6 Pfünder
    Teilweise wird im Zusammenhang mit diesem Kaliber auch der Beriff „Saker“ verwendet. Ein Zusammenhang dieses klassischen Kanonennamens besteht aber nur bis 1660. Mehr dazu gesondert bei „Saker“.
    Durch seinen vielfältigen Einsatz gab es auch dieses Kaliber in einer Vielzahl unterschiedlicher Längen. Das 1703 Etablishment wies 6 Längen aus, diese schwankten von 6ft bis 9ft 6in.
    1782 gab es daran nur eine leichtere Änderung, indem 1 Länge hinzu kam und die Längen zwischen 6ft und 9ft lagen. In diesem Jahr wog die leichteste Länge 16cwt und die Schwerste 24cwt.
    Auch dieses Kaliber ist eine holländische Erbeutung und war erfolgreicher als die 8 Pfünder.
    1664 befanden sich 440 Kanonen dieses Kalibers im Bestand, wovon aber nur 170 in Gebrauch waren.
    1685 befanden sich 558 Kanonen dieses Kalibers im Bestand, wovon 382 gebraucht wurden.
    Der Einsatz erfolgte bis hier meist auf den oberen Decks von 5th und 6th Rates.
    Erst das 1703 Etablishment sah eine ausgedehntere Verwendung dieses Kalibers vor. So z.B. auf den Forecastle- und Quarterdecks aller Schiffe ab 40 Kanonen und dem oberen Deck von 80 Kanonen Schiffen, sowie der 5th und 6th Rates.
    Bis zum neuen Etablishment 1716 wurden (wenn überhaupt) in England keine 6 Pfünder produziert. Die weitere Verwendung des Kalibers wurde gegenüber des Etablishments von 1703 kaum geändert.
    Nach 1743 wurde dieses Kaliber auf keinem neuen Schiff auf dem Hauptdeck mehr eingesetzt, wurde aber auf dem Forecastle- und Quarterdeck weiter verwendet, wo sie aber ab 1750 durch 9 Pfünder ersetzt wurden. Lediglich auf den oberen Decks der neuen 32 und 36 Kanonen Fregatten wurden sie weiter verwendet, wo sie ab 1790 aber auch langsam durch 9 Pfünder und Karronaden ersetzt wurden.


    Der Saker
    Durch das Kürzen älterer Saker entstand eine unterschiedliche Anzahl an Längen, so schwankte diese von 4ft 6in bis 10ft. Gekürzt wurden nach 1660 hauptsächlich Längen über 7ft, wobei diese zwischen 7 und 19cwt wogen.
    Klassische Saker waren 8ft und mehr lang und wogen 16 bis 30cwt.
    Die klassische Bezeichnung „Saker“ galt anders als alle anderen klassischen Kanonennamen für mehrere „Pfünder“ Kaliber. Saker waren 7 und 6 Pfünder.
    Saker als solches wurden bis 1660 gefertigt, danach sind keine Produktionen mehr bekannt. Lediglich gekürzte Varianten fanden noch vereinzelt Verwendung.


    Der 4 Pfünder (auch „Minion“ genannt) 103
    Dieses Kaliber war vom Typ eher gesehen „Culverin“, wobei die Angabe „4 Pfünder“ nicht ganz exakt ist, da es einige minimale Schwankungen im Geschossgewicht gab. Diese waren zwar keine „Pfünder“ – Spünge in dem Sinne aber „Minion“ differierte


    2 Bilder dazu:
    Wo "UNBEKANNT" steht ist davon auszugehen das auf Grund der Baujahre fast nur "EISEN" gemeint ist



    Geändert von Wedori (13.07.2012 um 21:47 Uhr)
    „Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.“ Sokrates

  2. #2
    User Avatar von Tordenskiold
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    Sehr schöne Übersicht, Wedori! Kann das Buch ebenfalls nur empfehlen, bei Detailfragen ist es wie der Mondfeld fast schon unerläßlich.
    Auch noch gut zu Fragen der Takelung sind Chathams "Rigging Period Models" und Davis' "Ship Models Builder Assistant". Wers ganz historisch haben will, kann sich Steel´s "Elements and Practice of Rigging" zu Gemüte führen. Ist aber wirklich schwere Kost, da von 1794 und eher für Masochisten :P

    Die meisten der von Dir genannten Bücher hab ich auch (bis auf Surprise, Victory und die Fighting Ships 1750 - 1850). Zudem hab ich noch etwas über französische Schiffe (drei Bücher der Ancre-Reihe) und gut an die 150 Pläne von 1700-1800, die ich anderen Modellern gern zur Verfügung stellen kann.

    - Architectura Navalis (Eine Plansatzsammlung mit teils schönen Rissen für Modelle englischer Bauart) (Chapman)
    Stimmt nicht ganz, Chapman hat sich zwar einiges während seiner Jahre in London an englischer Schiffsbautechnik angeeignet, war aber Schwede meines Wissens auch nur in schwedischen Diensten wirklich als Schifflebauer aktiv. Sein Designkonzept unterscheidet sich auch ziemlich von dem zeitgenössischer, englischer Konstrukteure. Zudem enthält die ANM zu Anschauungszwecken auch einige Risse älterer Schiffe, die er nicht selber entworfen hat, die er aber für besonders gelungen hielt (z.B. Neptunus, Sirene, Unicorn). Und sorry fürs Klugscheißen, Chapman ist einer meiner "Lieblinge", da bin ich pingelig

    Die Architectura gibts übrigens auch als Online-Version: http://www.sjohistoriska.se/en/Colle...nNet/Drawings/

    Hm, wär die Venus vielleicht auch noch was für euch? Wollt schon immer mal ein Schiff von Chapman machen und ich find sie sehr schick. Zudem entspricht sie bis auf den durchbrochenen Heckspiegel ziemlich genau dem privateer von Tafel 31 bzw. 32 in der AMN. Eine gute Planvorlage wär damit gegeben.
    Geändert von Tordenskiold (13.07.2012 um 22:56 Uhr)

  3. #3
    Semi Pro Avatar von Wedori
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    Ist immer herrlich wie sich das Fachwissen als Puzzle auf die Leute verteilt
    So tief stecke ich da gar nicht drin.
    Ich bin in das Thema quer eingestiegen, weil ich die Schiffe nur so schön finde. Sisko hat auch eine Menge Ahnung, ich lerne immer so wie ich die Themen gerade benötige. Schön das da wirklich 2 Profis mit am Werk sind

    Die 3 Bücher der Ancre Reihe dürfte ja das "74 Gun Ship" sein. Wenn nicht hast Du wahrscheinlich 3 Reihen über jeweils ein Schiff. Ancre ist wirklich schon Top Of The Art, die sind wirklich nicht schlecht aber auch sehr teuer.

    Ich denke Du kannst Dich mit Deinen Schiffen schon austoben wie Du willst. Die beiden die Du da jetzt in der Pipeline hast, wenn die fertig sind, biete ich Dir an die wie die St.Albans von SISKO Crysistauglich zu machen und da hast Du wieder den Rücken frei fürs Bauen. Die Arbeitsteilung ist denke ich sinnvoll.

    Stichwort "Vertrauen": Wir können auch mal über Texturen reden, weil wir einen Pool von CG Textures erstellen und pflegen. Da wir dort auch Accounts haben und sehr hochaufgelöst arbeiten wäre das denke ich sinnvoll mal drüber (Skype) zu reden.
    Das CG Copyright untersagt aber die Fremverwendung der Texturen von Dir wenn ich sie Dir gebe. Da aber das Schiff dann ins Projekt fließt ist es alles OK, da ich den Account und das Copyright bezahlt habe und die Texturen damit auch offiziell verwendet werden dürfen.
    Wenn Du damit einverstanden bist und dieses Copyright akzeptierst denke ich das wir den ersten Schritt zu einer guten Zusammenarbeit auch praktisch gemeistert haben

    Nur mal damit Du weißt wie ich das jetzt handhabe:
    Die Texturarbeit bei mir läuft jetzt so das IN MAYA die Texturen im Raster GETILED angelegt werden, sprich sich wiederholen. Es befindet sich beim Rumpf dann auf gut Deutsch nicht 1:1 die Textur, sondern 20:20. In Crysis erlaubt das damit hohe Auflösungen der Texturen und später das Drüberlegen von Decals 1:1 (also in einem anderen TILING) so das dieser Dreckeffekt entsteht den man da jetzt sieht.
    Bei Dir sieht es so aus als ob Du für den Rumpf eine Textur verwendest (weil Du die Wassermarken mit dran hast). Damit dürfte die genau 1:1 drauf liegen, nehme ich mal an.
    „Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.“ Sokrates

  4. #4
    User Avatar von Tordenskiold
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    Naja, Profi eher weniger, interessier mich erst seit 4 Jahren so richtig für Segelschiffe, da ist man bei dem Umfang des Themas erstmal nur ambitionierter Neueinsteiger :P

    Die Bücher von Ancre sind übrigens "The History of the French Frigate 1650-1850", "La Renommee 1744" und "Le Francois 1683". Das 74er ist mir als Schiff zu groß und zu...ähm, modern, als dass es mich wirklich interessieren würd.

    Stichwort "Vertrauen": Wir können auch mal über Texturen reden, weil wir einen Pool von CG Textures erstellen und pflegen. Da wir dort auch Accounts haben und sehr hochaufgelöst arbeiten wäre das denke ich sinnvoll mal drüber (Skype) zu reden.
    Das CG Copyright untersagt aber die Fremverwendung der Texturen von Dir wenn ich sie Dir gebe. Da aber das Schiff dann ins Projekt fließt ist es alles OK, da ich den Account und das Copyright bezahlt habe und die Texturen damit auch offiziell verwendet werden dürfen.
    Wenn Du damit einverstanden bist und dieses Copyright akzeptierst denke ich das wir den ersten Schritt zu einer guten Zusammenarbeit auch praktisch gemeistert haben

    Nur mal damit Du weißt wie ich das jetzt handhabe:
    Die Texturarbeit bei mir läuft jetzt so das IN MAYA die Texturen im Raster GETILED angelegt werden, sprich sich wiederholen. Es befindet sich beim Rumpf dann auf gut Deutsch nicht 1:1 die Textur, sondern 20:20. In Crysis erlaubt das damit hohe Auflösungen der Texturen und später das Drüberlegen von Decals 1:1 (also in einem anderen TILING) so das dieser Dreckeffekt entsteht den man da jetzt sieht.
    Bei Dir sieht es so aus als ob Du für den Rumpf eine Textur verwendest (weil Du die Wassermarken mit dran hast). Damit dürfte die genau 1:1 drauf liegen, nehme ich mal an.
    Normalweise verwend ich auch Texturen die fürs tiling ausgelegt sind, bei der Southampton hab ich mal ans 1:1 Verhältnis rangewagt. Aber selbst bei einer Größe von 4096*4096 sahs dann aus der Nähe doch ein wenig pixelig aus. Interessant wär vielleicht noch ein Test mit getilter Aussenhaut in Kombi mit normalen 1:1 UV Layout für den inneren Bereich des Schiffs. Da könnte man mit gebakten AO-Texturen arbeiten.

    Und das mit dem copyright wär absolut kein Problem für mich, Details können wir ja mal per skype bereden

  5. #5
    Semi Pro Avatar von Wedori
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    Nur kurz: Deswegen kann man (ich kenne das nur von Maya) im UV-Raster die UV-Wiederholungen (das interne Tiling) erhöhen. Sprich Du hast auf der UV-Fläche dann 20:20 die Textur und damit wirds sehr scharf, während das Mesh 1:1 liegt.

    In Crysis setzt man dann diese Settings und kann in einem anderne Verhältnis die Decals drauf setzen. So ergibt sich eine große Variation.

    3 Bilder dazu:







    Die Bücher von Ancre sind übrigens "The History of the French Frigate 1650-1850", "La Renommee 1744" und "Le Francois 1683". Das 74er ist mir als Schiff zu groß und zu...ähm, modern, als dass es mich wirklich interessieren würd.
    Sehr lecker die Bücher

    Zum Thema "Geschmack": Der ist eben verschieden, da diskutiert auch keiner Ich kümmer mich um die Ingamegeschichte und die Tests mit den Engine (mit der zahlreichen Hilfe hier) baue parallel an den Kanonen und an meinem 1st Rank. Die Interessengruppen teilen sich ganz gut auf.
    „Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.“ Sokrates

  6. #6
    User Avatar von Tordenskiold
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    Danke für die Bilder! So ungefähr hat ich das mit dem Verhältnis auch gemeint, ich hab mich nur etwas ungeschickt ausgedrückt Ebenfalls etwas ungeschickt ausgedrückt war meine Frage nach dem Texture-pool, damit meinte ich, ob sich alle Schiffe die gleichen Texturen für Planken, Masten usw. teilen.

    Hier übrigens mal ein Beispiel von einer meiner Planken-texturen:
    https://dl.dropbox.com/u/74304344/CA...e_dark_CA.jpeg
    Die Auflösung dürfte wohl zu gering sein, kann mich aber gern an eine höher auflösende machen.

    Zum Thema "Geschmack": Der ist eben verschieden, da diskutiert auch keiner Ich kümmer mich um die Ingamegeschichte und die Tests mit den Engine (mit der zahlreichen Hilfe hier) baue parallel an den Kanonen und an meinem 1st Rank. Die Interessengruppen teilen sich ganz gut auf.
    Find ich auch. Das sorgt für ein schön entspanntes Arbeitsklima ^^ Welche Vic machst Du denn? Nelsons oder die von 1737 mit den 42-Pfündern?

    Und ich denk, ich werd mich wohl für die Venus (oder eines ihrer Schwesterschiffe) als Model für den Mod entscheiden; die Klasse dieser Fregatte hat eine sehr interessante Geschichte und sieht m.M.n sehr schick aus. Die Pläne sind schon fast fertig vorbereitet, nächste woche kanns dann mit dem modeln losgehen. *freu*

    Grüße,
    Stephan
    Geändert von Tordenskiold (14.07.2012 um 20:47 Uhr)

  7. #7
    Semi Pro Avatar von Wedori
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    Zitat Zitat von Tordenskiold Beitrag anzeigen
    Danke für die Bilder! So ungefähr hat ich das mit dem Verhältnis auch gemeint, ich hab mich nur etwas ungeschickt ausgedrückt Ebenfalls etwas ungeschickt ausgedrückt war meine Frage nach dem Texture-pool, damit meinte ich, ob sich alle Schiffe die gleichen Texturen für Planken, Masten usw. teilen.

    Hier übrigens mal ein Beispiel von einer meiner Planken-texturen:
    https://dl.dropbox.com/u/74304344/CA...e_dark_CA.jpeg
    Die Auflösung dürfte wohl zu gering sein, kann mich aber gern an eine höher auflösende machen.
    Jain. Es gibt schon eine Art Basis aber durch die hoch aufgelösten Texturen kann man auch gut variieren. Ich sende Dir die morgen mal und Du schaust wie Dir das nutzen könnte. Wenn Du eigene Texturen hast dann kommen die aufs Schiff. Das ist ja Deine Entscheidung. Ich stelle Dir die Texturen zur verfügung und entscheidest dann.

    Zitat Zitat von Tordenskiold Beitrag anzeigen

    Find ich auch. Das sorgt für ein schön entspanntes Arbeitsklima ^^ Welche Vic machst Du denn? Nelsons oder die von 1737 mit den 42-Pfündern?
    Risse von der Nelson ABER Heckspiegel Eigenbau (künstlerische Freiheit) und Verzierungen Richtung 1737 mit 42 Pfündern.
    BILD:


    Zitat Zitat von Tordenskiold Beitrag anzeigen

    Und ich denk, ich werd mich wohl für die Venus (oder eines ihrer Schwesterschiffe) als Model für den Mod entscheiden; die Klasse dieser Fregatte hat eine sehr interessante Geschichte und sieht m.M.n sehr schick aus. Die Pläne sind schon fast fertig vorbereitet, nächste woche kanns dann mit dem modeln losgehen. *freu*
    OK., aber lass mich kurz die Gedanken sortieren: Die Southampton 1757 und die Sphynx 1774 sind ja quasi auch so gut wie fertig und würden dem Projekt gut stehen, so waren wir glaube ich bisher verblieben. Wir müsten dann mal über Skype morgen reden wie Du Deine weitere Arbeit strukturieren möchtest. Ich verstehe das so das Du gern einen neuen Rumpf anfangen möchtest.
    Wir können die Arbeit so aufteilen das ich die beiden oben fertig baue. Das Copyrighthema ist ja klar definiert.
    Ich muss aber erst die Albans endgültig fertig haben denn sie als erstes Schiff durchlief wirklich jede Hürde, jeden Bug und jeden Test bis zum Erbrechen in der CE2 und CE3, bis wir langsam alle Probleme gelöst haben. Eine Hürde steht noch an aber das werden wir auch noch lösen. Texturnefeinschliff unter der Hilfe von Oli (ODemuth) ist dann noch ein kosmetisches Thema.
    „Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.“ Sokrates

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