@noxon, kläre uns einmal auf.
Ist es richtig, dass eine Kohlekraftwerk höhere radioaktive Strahlung (messbar) abgibt als ein AKW?
.. hatte es so in Erinnerung.
*EDIT*
@Hitman, es gibt natürliche Strahlungen!
Geändert von FHG (05.06.2008 um 19:37 Uhr)
><(((((°> Ich bin der Junge, vor dessen Umgang meine Mutter mich immer gewarnt hatte!
Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, für die heutige Jugend allerdings Open Source. --> lol
Ein Kohlekraftwerk gibt doch keine radioaktive Strahlung ab sondern nur jede menge CO2![]()
Wissen ist das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt
Wenn du Alpha-Strahler im Körper hast, dann bist zu ziemlich gearscht. Diverse russische "Störenfriede" könnten dir das bestätigen, wenn sie noch leben würden.
Da Alphastrahlung, wie hier schon oft erwähnt wurde, aus massereichen Helium-Kernen besteht ist sie zwar leicht abzuschirmen aber auch sehr zellschädigend.
Für solche Strahler bräuchte man eigentlich keinen Schutzanzug, das stimmt. Von Außen kann einem die Strhalung nichts anhaben, sondern nur durch Inhalation, aber dann ist es um so schädllicher.
Beta Strahler sind da von außerhalb schon etwas schädlicher und Gammastrahler kannst du durch einen normalen Anzug praktisch nicht mehr aufhalten. Es sei denn du möchtest mit einem 500 kg Bleianzug rumlaufen.
Das Dumme ist jetzt, dass bei einem Reaktorunglück hauptsächlich Jod 131 und Caesium 137 feigesetzt wird und die setzen beide Beta- und Gammastrahlung frei. (In Tschernobyl war noch eine Menge Plutonium dabei, da der Reaktor eigentlich für die Kernwaffenproduktion erbaut wurde und nicht zur Stromerzeugung)
Direkt nach dem Unglück wird man also einem Bombardement aus Photonen und Elektronen ausgesetz, was nach kurzer Zeit schon sehr schädlich sein kann. Wirklich schädlich ist dann aber die Neutronenstrahlung die zusätzlich auftritt.
Die durchschlägt wirklich sehr dickes Material und verursacht dauerhafte Zellschädigungen im großen Ausmaß. Unsere CS 137 Quelle auf der Arbeit ist in einem Raum, der aus über einem Meter dickem Spezialbeton besteht untergebracht und die Dosisleistung von dem Ding ist bei weitem nicht so hoch, wie die, die bei einem Reaktorunfall auftreten würde.
Das ist auch das gefährliche an der Neutronenbombe. Deren Hauptziel ist es menschliches Leben zu zerstören, denn das kann sie am Besten.
@FHG:
Darüber habe ich zwar noch nichts gelesen, aber ich halte das für sehr plausibel, dass ein Kohlekraftwerk mehr Strahlung emmitiert, als ein AKW. Unser Erdreich strahlt sehr stark und wenn wir das ganze Material an die Oberfläche holen kann das schon zu einer Erhöhung der Umgebungsstrahlung kommen. Normalerweise bekommen wir hier in Deutschland 1,5 - 2,0 µSv Umgebungsstrahlung pro Tag ab. Ein Teil davon kommt aus dem All aber der größte Teil kommt aus dem Erdreich.
Der Hauptgrund, warum bei den KKWs aber höhere Strahlungswerte zu messen sein werden, wird das zu Tage tretende Radon Gas sein. Die Halbwertszeit von dem Zeug ist allerdings sehr gering. Nur ein paar Tage glaube ich.
Trotzdem gibt es spezielle Detektoren, die für Untertagearbeiten verwendet werden um die Radon-Exposition zu messen.
Sehr viel Radon tritt auch mit dem Grundwasser zu Tage. Feuchte Kellerräume können zum Beispiel zu einer recht hohe Strahlenbelastung führen. Das sollte man nicht unterschätzen, wenn man sich sehr lange Zeit darin aufhält bzw. wohnt.
Es ist also schon gut möglich, dass Messungen in der Nähe von KKWs eine höhere Strahlenbelastung zeigen, als neben einem AKW. Dort ist die Strahlenbelastung praktisch immer gleich hoch, wie in anderen Teilen Deutschland. Die sind völlig abgeschirmt und wenn kein Störfall vorliegt sollte dort auch nichts zu messen sein. Das wird auch ständig über Umgebungsdosimetern die rund um das Kraftwerk plaziert sind überwacht.
Geändert von noxon (05.06.2008 um 20:06 Uhr)
Lest euch bitte unsere FAQs für grundsätzliche Fragen zu Crysis durch und beachtet bitte unsere Forenregeln.
Das war richtig Lehrstoff!
><(((((°> Ich bin der Junge, vor dessen Umgang meine Mutter mich immer gewarnt hatte!
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