Gefahr für das weltgrößte Experiment? Medienberichten zufolge haben sich Computerhacker Zugriff zum Betriebssystem des Teilchenbeschleunigers LHC verschafft. Weil das angeblich so einfach war, verspotteten die Angreifer die LHC-Techniker in einer Botschaft sogar als "Schüler".

London - Computerhacker sind britischen Medienberichten zufolge in das Informatiksystem des weltgrößten Teilchenbeschleunigers LHC in Genf vorgedrungen. Dabei hätten sie eine Nachricht hinterlassen, berichteten am Samstag übereinstimmend die britischen Tageszeitungen "The Times" und "Daily Telegraph". In der Botschaft hätten sich die Hacker über die Computertechniker des Atomforschungszentrums Cern lustig gemacht und diese angesichts der Sicherheitslücken als "Schüler" bezeichnet.

Der Übergriff erfolgte den Angaben zufolge bereits am Mittwoch - an diesem Tag war der Teilchenbeschleuniger in Betrieb genommen worden. Allerdings beteuerten die Hacker in ihrer Botschaft den Angaben zufolge, dass sie den Ablauf des größten Experiments der Wissenschaftsgeschichte nicht stören wollten. Vielmehr wollten sie nur die Risiken im Computersystem aufzeigen...

Quelle: Spiegel.de