Pauschal lässt sich das Thema nicht erklären, begründen und erschließen.
In meiner Jugend hatte ich draußen wenig "Spielraum" (Bombentrichter, Trümmer, usw.) und war deshalb viel in der Wohnung.

Die erste Sucht kam in Form einer einfachen Wander-Gitarre.
90% der Tageszeit wurden investiert, die Schule hing etwas nach.
Zwei bis drei Jahre später kam ein Durchbruch: E-Gitarre mit Verstärker.
Weitere drei Jahre später gab es eine Gruppen von Freunden (der erste, richtige soziale Kontakt), die zusammen mit mir eine Rock-Band gegründet hatten.

Inzwischen in der Lehre als Werkzeugmacher und die Musik war schon der Hauptjob, auch finanziell.
Arbeiten, Musik, etwas schlafen und wenig essen, damit hatte ich die gesamte Freizeit als Jugendlicher verspielt.
Dieses "Lotterlebens" wurde durch die Wehrpflicht und der Heirat meiner Frau abgebrochen.
Aus die Maus!

Das war früher.
Heute, mein Enkel (16 Jahre) z.B. sitzt in seiner Freizeit nur am PC und zockt stundenlang wie ein Irrer.
Was aber noch gut ist: Titscht jemand mit einem Fußball auf, lässt er alles liegen und bolzt.

So gesehen ist nicht die Wucht des Bösen im Spiel.
Man sollte meine Jugend und die Heutige einmal virtuell vergleichen.
Völlig andere Verhältnisse, aber weiterhin noch gleichartige Reaktionen.

Deshalb: Die heutige Jugend ist nicht schlechter als früher, sie ist nur anders, bedingt durch das Umfeld.
Als ehemaliger Modder (keiner kannte mein Alter) hatte ich genug Kontakte und intensive Kommunikation mit den "Kids".
... ich kenne euch genau, Burschen!

P.S. Mein Enkel war mit 14 Jahren schon ein "Counter Strike Source"-Profi und in der ESL bekannt (unter dem Label seines Onkels, der war Liga-Spieler).
Warum den Fortschritt in der Zeit limitieren und ganz verbieten?
Besser: Die Technik und den Zeitgeist zu verstehen und sich mit seinen Kindern integrieren.

Eine Hilfe für Erziehende: Kinder brauchen Deine Zeit, Zuneigung und volles Vertrauen.
Gib ihnen dein Maximum davon und alles ist Ordnung - so einfach ist das Leben!