Gnosis bedeutet Kenntniss oder Wissen, demnach bedeutet Agnosis nicht wissen. Ein gnostischer/starker Atheists würde behaupten, dass er weiß, dass ein Gott nicht existiert. Ein agnostischer/schwacher Atheist sagt, dass er es nicht weiß, aber es für sehr unwahrscheinlich hält, dass ein Gott existiert. Das Gleiche kann natürlich auch in ungedrehter Form über den Theimus und andere Dinge gesagt werden wie z.B.: Russells Teekanne.
Falsch. Weder der starke noch der schwache Atheismus setzt mangelnde Beweise voraus. Im Grunde genommen könnten beide Positionen sogar im Angesicht von Gegenbeweisen vertreten werden.
Erstens: Atheismus hat nichts damit zu tun ob man an etwas Übernatürliches im Allgemeinen glaubt oder nicht (obwohl das zugegebenermaßen auf die meisten Atheisten zutrifft), sondern bezieht sich ausschließlich auf den Glauben an einen Gott oder Götter. Viele Buddhisten z.B.: sind auch Atheisten.
Deshalb bin ich eigentlich gegen das Wort Atheist, denn es gibt der Idee eines Gottes zuviel ansehen, das sie meines Erachtens nicht verdient. Jedenfalls nicht mehr als andere Ideen und es gibt ja auch kein Wort für den Nichtglauben an den Weihnachtsmann oder Einhörner.
Zweitens: Der starke Atheist hält die Existens eines Gottes nicht nur für sehr unwahrscheinlich, sondern für unmöglich, denn er behaupted ja bereits zu wissen, dass er nicht existiert.
"Nur ein Sith kennt nichts als Extreme."
Und dennoch setzt du meine Position zu diesen Dingen mit Hass gleich und hältst deine Eigene für nachvollziehbar.
Es geht hier nicht um eine Ansicht, sondern um eine Erkenntnis die unmittelbar mit seiner Arbeit als Wissenschaftler zusammenhängt. Es ist Fakt, dass die neuesten Erkenntnisse in der Physik einen Schöpfergott absolut überflüssig machen und ich sehe keinen Grund warum er dies nicht in einem Buch erwähnen sollte.
Ich halte es sogar für sehr wichtig, dass solche fundamentallen Antworten einem breiten Publikum näher gebracht werden und das sage ich nicht als Atheist, sondern als Mensch mit Interesse an der Wahrheit und ich würde die gleiche Ansicht vertretten, wenn Erkenntnisse in der Naturwissenschaft die Existenz eines Gottes für sehr wahrscheinlich gemacht hätten.
Und ich wiederhole mich: Der einzige Grund warum du ein Problem mit dieser Äußerung hast ist die Tatsache, dass sie nicht mit deiner Weltanschauung vereinbar ist.
Tut es, aber nachdem ich auch den Rest deines Kommentares gelessen habe bezweifle ich, dass du es verstehts. Im Grunde genommen sagt es, dass das beobachtete Universum sich für die Enstehung vom intelligentem Lebens eignen muss, da es andernfalls nicht von uns beobachtet und naturwissenschaftlich beschrieben werden könnte.
Der Unterschied zwischen dem starken und dem schwachen anthropisches Prinzip liegt lediglich in der "Strenge": Das Starke sagt, dass das Universum genau diese Werte haben muss um intelligentes Leben zu ermöglich, das Schwache lässt leichte Variationen zu.
Im theologischem Zusammenhang wird das starke anthropisches Prinzip oft im Zusammenhang mit dem Fine-Tunnig-Argument gebracht und Gott in der Rolle des Fine-Tunners hat demnach die Werte so eingestellt, dass das Universum intelligentes Leben ermöglicht. Dieses Argument hat aber 3 schwerwiegende Fehler:
1. gibt es keinen Anhaltspunkt dafür, dass diese Werte überhaubt variieren können.
2. betrifft das lediglich Leben so wie wir es kennen. Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass ein Univerums mit anderen Werten nicht Leben in einer anderen Form ermöglichen könnte.
3. hätte der Fine Tunner selbst einen Fine Tunner gebraucht.
Ich habe bereits mit Menschen gesprochen die glaubten das Universum sei weniger als 10000 Jahre alt und mit Menschen die glauben, dass sich das gesammte Universum um die Erde dreht. Durschnittlich gesehen zeugten selbst die unqualifiziertesten Äußerungen dieser beiden Gruppen immer von einem ein größerem naturwissenschaftlichem Verständnis, als dieser Abschnitt von dir.
Obwohl dieser Teil eigentlich keine Antwort verdient und größtenteils für sich selbst spricht (besonders der letzte Satz), werde ich trozdem auf die einzelnen Punkte eingehen.
1. Eine wissenschaftliche Theorie wird niemals aus Bequemlichkeit verfasst, sondern weil sie eine Erklärung für zusammenhängende Naturgesetze, mathematische Modelle wiederholbare Beobachtungen und andere Fakten liefert. Andersrum wird sie genauso wieder verworfen, wenn Fakten auftauchen die nicht mit ihr vereinbar sind.
2. Mir ist keine Art von Dingen bekannt die so weit über unsere Vorstellungskraft hinausgehen, dass wir nicht mit ihnen Arbeiten könnten. Es stimmt zwar, dass viele Dinge in der Quantenmechanik für uns keinen "Sinn" ergeben, dass hängt aber damit zusammen, dass wir uns nicht in einer Quantenwelt entwickelt haben, dennoch können wir aber mit diesen Dingen Arbeiten. Wir können sie mathematisch nicht nur verstehen, sondern genaue Vorhersagen machen.
3. Das die gleichen Naturgesetze und Werte überall im Universum gelten ist eine fundamentalle Tatsache. Das anthropische Prinzip macht lediglich Aussagen über die Zusammenhänge von Intelligetnem leben und den Werten des Universum in dem sie sich befinden, es sagt aber nichts über eine Veränderlichkeit dieser Werte aus. Ich habe den leisen Verdacht, dass du Ockhams Rasiermesser meinst, aber auch das würde nur teilweise Sinn ergeben.
4.Die Existenz von Virtuellen Teilchen (Teilchen die aus den nichts enstehen und sich wieder auflösen) ist nicht nur ist eine erwiesene Tatsache, die Berrechnungen die diesen Teilchen zugrunde legen sind verantworlich für die besten Vorhersagen in der gesammten Physik. Da die gesammt Energie dieser Teilchen 0 beträgt ist die Enstehung vollkommen vorausetzunglos. Im Grunde genommen sind Theisten die Einzigen die Behaupten, dass etwas nicht nur ohne gegenwirkende Kräfte aus dem Nichts enstehen kann, sondern, dass dieses etwas auch noch über eine überwältigende Komplexität verfügt.
Selbst die Wahrscheinlichkeit, dass ein voll entwickelter Mensch plötzlich aus dem nichts neben dir auftaucht ist größer als die Wahrscheinlichkeit der Existenz eines Gottes.
Nein. Da sich erstens die positiven und negativen Eigenschaften gegenseitig aufheben: 1-1 = 0 und zweitens sobald aus dem "Nichts" etwas wird es nicht länger nichts mehr ist.
Ich habe noch von keinem Wissenschaftler gehört, dass zummindest bei Fragen die unser Universum betreffen, unserem mathematischem Verständnis Grenzen gesetzt sind. Einige halten es sogar für mögliche, dass sogar unsere intuitive Verständnisfähigkeit grenzenlos ist:
Hierzu der letzte Abschnitt aus "der Gottes Wahn":
"Können wir uns durch Übung und Praxis aus der Mittelwelt emanzipieren, die schwarze Burka herunterreißen und eine Art intuitives - und nicht nur mathematisches - Verständnis für das sehr Kleine, das sehr Große und das sehr Schnelle erlangen? Die Antwort weiß ich wirklich nicht, aber ich finde es spannend, in einer Zeit zu leben, in der die Menschheit an die Grenzen ihrer Verständnisfähigkeit klopft. Und was noch besser ist: Vielleicht entdecken wir am Ende, dass es keine Grenzen gibt."
Das Problem ist nicht, dass du Dinge für möglich hälst, das Problem ist, dass du Dinge ohne eine Grundlage für wahrscheinlich hälst.
Woran das wohl liegen wird....
Weil es gut begründete Schätzungen gibt wie z.B.: die Drake Gleichung,
die selbst in ihrer extremsten Form die Existenz von intelligenten Zivilisationen für nicht nur hoch wahrscheinlich macht, sondern für fast unabdingbar.
Es gibt wissenschaftliche Bücher die sich mit dieser Frage beschäftigen z.B. hat Carl Sagan in seinem Buch "Unser Kosmos" ein bemerkenswertes Kapitel über dieses Thema geschrieben. Demnach müsste es in der Tat Zivilisationen geben, die weit aus höher entwickelt sind als wir. Allerdings wird auch hier die Ansicht vertretten, das Religion eher für den Untergang von Zivilisationen, als für deren erhalt verantworlich gemacht werden kann.
Du bist derjenige der meine Position mit dem Fanatismus gleichgesetzt hat. Ich habe diese Anschuldigung lediglich zurückgewiesen und darauf aufmerksam gemacht, dass dies viel eher auf deine eigene Weltanschaung zutrifft.
Deine Äußerung erinnert mich ein wenig an dieses Bild hier:
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