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Die erste Kontaktaufnahme mit dem AL4x4 verläuft in akustischer Hinsicht, fast schon zu unspektakulär: die Subwoofer fügen sich derart nahtlos in das Klangbild ein, dass sie selbst bei heftigen Explosionen nicht als Einzelelement heraushörbar sind und damit entschieden anders klingen, als die Großzahl ähnlicher Modelle. Doch schon nach wenigen Minuten hat man sich derart an diese perfekte Symbiose zwischen den Lautsprechern gewöhnt, dass fortan jeder andere Woofer nur noch als aufdringlich oder oberflächlich wahrgenommen wurde. Der AL4x4 kennt auch die Problematik nicht, dass entweder subtile Bassstrukturen verloren gehen - oder laute Passagen das restliche Klanggeschehen überdecken: er klingt schlichtweg extrem vielschichtig und dosiert jeden Basseffekt in einer glaubwürdigen, authentischen Art und Weise. Die Einarbeitung der Beats zu Beginn von "Walk the Line" demonstriert auf beeindruckende Art und Weise, dass der AL4x4 nicht einfach nur dumpfes Grollen produziert, sondern bei jedem Impuls sogar den Anschlag heraushörbar macht. Dieses hohe Maß an Sensibilität und Akkuratesse macht ihn daher auch zum Mr. Perfect für jede Art der musikalischen Signalumsetzung. Eine solch trockene, tief reichende und substanzvolle Wiedergabe mit einer derartigen Präzision haben wir bei noch keinem anderen Subwoofer jemals hören dürfen. Es ist schlichtweg nicht möglich, den AL4x4 auf dem falschen Fuß zu erwischen: Timing, Rhythmus und Souveränität meistern jede Art von Herausforderung mit Bravour. Diesbezüglich kann er sich sogar vor seinem Stallgefährten dem AL4x3 behaupten. Doch was würden diese Tugenden nutzen, wenn nicht auch Kraft dahinterstehen würde ? Diese Frage bleibt beim AL4x4 erfreulicherweise rein hypothetisch. Die Blitzeinschläge auf der DTS-Spur von "Krieg der Welten" schmettert der Subwoofer mit solch einer bedingungsloser Wucht und Dynamik in das Auditorium, dass selbst ein Teufel M12000 diesbezüglich das Nachsehen hat. Speziell bei diesem Effekt muss man sich jedoch erst einmal an die extrem saubere und strukturierte Wiedergabe eines A.C.T. Wooferns gewöhnen, denn das sonst übliche (aber nicht auf dem Signal vorhandene) "Nachgrummeln" entfällt komplett. Bildlich gesprochen könnte man sagen, dass der AL4x4 sofort nach dem Bass-Signal die Handbremse zieht, während andere Modelle noch mehrere Zehntelsekunden brauchen um ihre Membranen abzubremsen. Den endgültigen Ritterschlag verdient sich der AL4x4 dann bei einer Sequenz aus "Underworld": als die schöne Vampir-Soldaten Selene eine Erweckung durchführt, sorgen verschiedene Tiefstbasseffekte für die nötige dramaturgische Untermalung dieser Schlüsselszene. Bislang hat nur die Kombination aus Audionet MapV2, EPS und eben den beiden AL4x4 die verschiedenen Bass-Strukturen in solch einer perfekten Art und Weise herausgearbeitet und wirklich differenziert in Bezug auf Dynamik, Tonalität und Tiefgang dargestellt. Die beiden AL4x4 bieten solch einen brachialen Tiefgang, dass selbst die vampirischen Leinwandprotagonisten liebend gerne ihr Domizil in den schwarzen, geschlossenen A.C.T. Gemäuern aufschlagen würden.