Zitat Zitat von SashTheMash Beitrag anzeigen
letztens hab ich nen Bericht im radio gehört um die integration der ausländer und welche stadt das wohl am besten macht...

warum nur meinen die politiker, dass WIR die ausländer integrieren sollen??
Weder können "WIR" "die Ausländer" integrieren, noch "die Ausländer" sich komplett selbst integrieren.

Integration ist ein Prozess, der auf Mithilfe von beiden Seiten aufbaut. Anders geht es nicht.

Zitat Zitat von SashTheMash Beitrag anzeigen
erstens sollen die sich selber integrieren, und zweitens haben die meisten eh keinen bock sich zu integrieren (das sind dann meist die, die sich hier aufspielen als ob sie besser wären als alle anderen und immer nach ner schlägerei suchen)
Ignorante Antwort. "Integrier dich mal schön, ich komm erst dann auf dich zu, wenn du fertig bist.". Wie soll das denn ablaufen? Es wohnt nicht jeder im Musterhaus. Die Pauschalisierungen kannst du dir auch sparen. Erstens gibt es nicht "die Ausländer", Ausländer ist hier jeder, der nicht deutsch ist, ob Schweizer, Holländer, Amerikaner oder Türke. "Den Ausländern" an sich zu sagen, sie könnten ihren ****** alleine machen zeugt von einer latenten Fremdenfeindlichkeit.
Zweitens musst du mir erstmal beweisen, dass "die meisten eh keinen Bock haben sich zu integrieren". Ich sage nicht, dass es völlig unmöglich ist (obwohl ich es für sehr unwahrscheinlich halte), aber solche Aussagen möchte ich nicht unbelegt und unwidersprochen im Raum stehen haben.

Zitat Zitat von SashTheMash Beitrag anzeigen
es kotzt mich echt langsam an dass immer WIR dafür verantwortlich gemacht werden für das was damals passiert ist
Ernsthaft an alle, die solche oder ähnliche Aussagen machen. Wo treibt ihr euch denn herum, dass ihr "immer" solche Dinge hört. Sowas ist mir sicherlich auch schon untergekommen, aber doch äußerst selten. Ich bin auch nicht völlig weltfremd, gehe wie ein normaler Mensch arbeiten, einkaufen und durch die Stadt, trainiere ehrenamtlich eine Jugendfußballmannschaft mit Deutschen, Türken und Portugiesen aber es ist äußerst selten, dass ich mitbekomme, wie ich oder Deutsche generell für das "verantwortlich gemacht werden, was damals passiert ist". Und wenn, dann ist das manchmal auch scherzhaft gemeint - ob man darüber dann lachen kann, ist eine andere Frage, aber wenn vorher im Thread bereits der in jedem Menschen vorhandene Rassismus genannt wurde, dann muss man anerkennen, dass es den dann wohl auch in jedem "ausländischen" Menschen gibt, ob im Scherz angewendet oder nicht.

Zitat Zitat von SashTheMash Beitrag anzeigen
vor allem die junge generation kann doch überhaupt nichts dafür und wird trotzdem gleich verurteilt von engländern oder amis usw.
Ich weiß nicht. War ein paar Mal in England, manche Leute sind ignorant, aber die meisten, die ich traf waren ähnlich tolerant wie hierzulande. Man neckt sich gerne mit den Deutschen, aber wirklich ernst gemeint ist es auch hier eher selten. Teilweise missverständlich, da manche den englischen Humor nicht verstehen. (Wobei es auch relativ schwierig ist, zu erkennen, was z.B. an Prinz Harry in Nazi-Uniform lustig sein soll.)

Zitat Zitat von SashTheMash Beitrag anzeigen
ich finde die deutsche politik viel zu lasch
warum sollten wir keine kriminellen ausländer abschieben dürfen?
machen doch so ziemlich alle anderen auch so!
Ja, Kriminelle, die ihr Heimatland aufnehmen kann, gut. Problem für dich/uns ist z.B., dass diese kriminellen "ausländer" oftmals auch deutsche staatsbürger sind, die nur einen - wie man so schön bzw. grauenhaft sagt - Migrationshintergrund haben. Deutsche, die man genauso wie alle anderen deutschen Kriminellen auch behandeln muss und sollte.

Zitat Zitat von SashTheMash Beitrag anzeigen
außerdem find ich es auch verdammt komisch dass nur deutschland mit dem 1. und 2. WK in verbindung gebracht wird

nur mal so am rande, österreich hat den ersten WK ins rollen gebracht, nachdem ein Serbe den öst. Prinzen ermordet hatte
Unbestritten hierbei, ist die mindestens Ermunterung zu nennende Unterstützung des deutschen Kaiserreichs in dieser Frage. Der erste Weltkrieg wurde bestimmt nicht gegen den Willen Deutschlands begonnen.

vgl. z.B. hier

Zitat Zitat von SashTheMash Beitrag anzeigen
und zum 2. WK... woher kommt denn Hitler bitteschön?? richtig, aus österreich
Richtig, ja, Österreich. Da war er ja richtig erfolgreich, der Mann. Wo wurde er denn schließlich mit offenen Armen empfangen und durfte sich ausleben? Wo war er denn so richtig "erfolgreich"? In Österreich?

Das einzige, was du ihnen anhängen kannst, ist die etwas zu bereitwillige Einwilligung zum großdeutschen Reich und den wirklich auch dort damals noch herrschenden starken Nationalismus und auch Antisemitismus.

Zitat Zitat von SashTheMash Beitrag anzeigen
und dann auch noch die sache mit den äußerungen über das Leiden der Juden in der öfffentlichkeit...
wenn man auch nur ein wort darüber verliert und das leiden der juden mit was anderem vergleicht muss man angst haben dass man vom zentralrat der juden in den knast geschickt wird!!
das ist für mich eine behinderung der freien meinungsäußerung und fast schon verfassungswidrig!!
Einerseits kommt es darauf an, was verglichen wird, da sich Leute auch in letzter Zeit (Hans-Werner Sinn) teilweise wirklich böse Fehltritte erlauben, andererseits frage ich mich, wieso man Leid vergleichen soll(te) und inwiefern man das kann.

Die Shoa ist nun mal bis dato einzigartig in Ausmaß und Systematik - Stalin hat sich später davon was abgeschaut, aber den Sinn eines Vergleiches muss mir erstmal jemand erklären.

@Cephei: Danke für die Erklärung. Die Begründung des Zentralrats fand ich zugegebenermaßen auch lächerlich, deinen verlinkten Artikel mag ich dennoch nicht besonders, wohl aus Abneigung gegen den - nicht nur dort zu findenden - ausgeprägten Populismus Broders.

Zitat Zitat von SplitTongue Beitrag anzeigen
E: Hier in D-Land werden Synagogen und Moscheen erbaut.
Glaubt hier ernsthaft dass in der Türkei oder einem anderen islamischen Land die Regierung Kirchen für Christen erbauen würde ?
(Nicht dass ich da hingehen würde...)
Was ist dagegen zu sagen? In Deutschland gibt es keine Staatsreligion, dafür das Recht der freien Glaubensausübung. Ich finde es nur richtig, wenn eine vorhandene Glaubensgemeinschaft einen Ort zum Beten und zur Zusammenkunft hat, es gibt Kirchen und Synagogen, wieso keine Moscheen? Weil der Islam verpönt und durch die Fundamentalisten in Verruf geraten ist?

Egal, wie man zu manchen Staaten steht, aber wäre es richtig, nach dem Prinzip "Wie du mir, so ich dir" zu handeln?